HANNAH UND CROW FLIEGEN ZUM MOND – Kapitel 3: Das Traumland

Im Traum begegnen sie einem Mann, den sie aus einem Buch kennen. Er nennt sich Nasreddin. Er ist ein bisschen komisch und lustig. Er spricht immer das gleiche und ist ein bisschen angeberisch. Er hat braune kurze Haare, er trägt ein Gewand und hat mandelförmige Augen. Seine Kleider sind braun und seine Hosen und Sandalen sind hellbraun. Nasreddin klettert gerade über einen Zaun und klaut Gemüse. Die Kinder fragen ihn, warum er das macht. Er antwortet: “Der Wind hat mir das Gemüse in den Sack geblasen!”. Hannah und Crow glauben ihm, denn er sieht aus, als hätte er nicht so viel zu Essen. Plötzlich wachen sie wieder auf. Nach dem Frühstück machen sie einen kleinen Spaziergang auf dem Mond. Leon bleibt bei der Rakete, um sie zu bewachen. Die Kinder laufen durch viele Krater. In einem gibt es eine Falltür. Diese haben sie vorher nicht gesehen und fallen plötzlich durch sie hindurch. Sie landen in einer Achterbahn, die auf eine große, runde Plattform fährt. Die Plattform dreht sich dreimal und schon sind die Kinder eingeschlafen. Als sie wieder aufwachen, sind sie im Traumland. Im Traumland gibt es abends einen Wind, der durch spezielle Steine mit Löchern bläst. Dadurch entstehen Töne, die alle einschlafen lassen. Dort treffen sie Nasreddin wieder. Er klettert schon wieder über einen Zaun und klaut Gemüse. Es ist fast nichts mehr da, aber er klaut den ganzen Rest. In diesem Moment weht ein leichter Wind durch die Steine und Nasreddin sagt schläfrig: “Der Wind hats mir rein geblasen!”

Hannah begrüßt den Mann: “Hallo Nasreddin! Du bist uns im Traum begegnet.”
”Ja, ich weiß”, sagt Nasreddin, “Alle Träume die geträumt werden, kommen von hier und werden zurückgesendet, wenn es geklappt hat.” Nasreddin lebt im Traumland. Er fragt sich, ob die Kinder schon einmal die Sterne gesehen haben. Er hat sie nämlich noch nie gesehen, denn er schläft immer ein, wenn der Wind durch die Traumsteine bläst. Hannah und Crow haben eine Idee: Nasreddin soll sich die Ohren zuhalten, damit er die Steine nicht hört. Sie stellen sich vor, dass die Wolken im Traumland aus Zuckerwatte sind. Als plötzlich alle Wolken aus Zuckerwatte sind, erklärt Nasreddin ihnen, dass alles wahr wird, was die Kinder sich im Traumland vorstellen. Die Zuckerwatte nehmen sie und stopfen sie Nasreddin in die Ohren, damit er am nächsten Abend wach bleibt. Vor lauter Aufregung vergessen Hananh und Crow auch sich selbst Zuckerwatte in die Ohren zu stecken. Prompt schlafen sie ein, als der Wind durch die Steine pfeift. Nasreddin möchte aber nicht alleine wach sein. Schnell steckt er den Kindern auch Zuckerwatte in die Ohren und sie wachen wieder auf. Nasreddin stellt sich drei Raketen vor, die wie durch Zauberhand direkt vor ihnen erscheinen. Jeder nimmt sich eine Rakete und fliegt damit zu den Sternen, denn Nasreddin findet die Sterne so toll, dass sie einige vom Himmel abpflücken wollen. Aber wie pflückt man Sterne vom Himmel? Sterne sind ja hell, so hell wie die Sonne. Deshalb stellen sie sich superstarke Sonnenbrillen vor, damit sie nicht geblendet werden. Außerdem stellen sie sich eine Sternenpflücker-Ausrüstung vor. Sie landen mit den Raketen auf den Sternen und fangen mit Sternenkeschern die Sterne rundherum. Weil die Sterne dadurch so schwer werden, sinken sie langsam auf den Boden des Traumlandes. Schnell stellen sich die Kinder vor, dass die Sterne am Boden kleben, damit sie nicht mehr wegfliegen. Neugierig schauen sie sich die Sterne genauer an. Sterne sind wie Klumpen, aber irgendwie flüssig. Man kann sie in viele kleine Tropfenklumpen zerteilen. Wenn man diese dann ganz fest zusammendrückt, werden sie hart und klebrig. Hannah und Crow stellen fest, dass sie damit ihre Rakete wieder zusammenkleben können, mit der sie auf dem Mond gelandet sind. Diese ist ja beim Aufprall in tausend Teile zersprungen. Alles was sich darin befunden hat, hat sich überall verteilt. Für die Reparatur brauchen sie drei Sterne, hat Crow ausgerechnet. Sie stellen sich vor, dass die Sterne in die echte Welt auf dem Mond schweben. Nasreddin ist ganz froh, dass die Sterne wieder verschwinden. Er hat sie sich nämlich ganz anders vorgestellt. Er findet, dass die Sterne von unten viel schöner aussehen, als wenn sie auf dem Boden des Traumlandes kleben. Trotzdem hat er sich gefreut, dass er die Sterne so nah erleben durfte. Von nun an wird sich Nasreddin an vielen Abend Zuckerwatte in die Ohren stecken, um die Sterne anschauen zu können. Eines Abends denkt er sich: “Warum muss ich eigentlich einschlafen? Ich kann doch einfach so viele Sachen machen, dass alle von mir träumen.” Nasreddin nimmt einen der Traumsteine und wirft ihn auf den Mond. So muss niemand mehr einschlafen im Traumland, denn die Melodie die der Wind pfeift funktioniert nur, wenn alle Steine da sind. Plötzlich träumen alle im Universum so viel, dass sie fast den ganzen Tag durchschlafen. Nur um 12 Uhr Mittag werden sie wach, denn da gibt es warmes Mittagessen. 

Entstanden innerhalb des Projektes „Fliegende Kamele und andere Geschichten“, ein Projekt im Rahmen von Kultur macht stark – Zur Bühne

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