Imaginary Newsfeed – Vol. 2

Die folgenden Meldungen sind frei erfunden und beruhen auf der Aufgabenstellung: „Verfasse eine Nachricht, die du gerne lesen würdest“.

Verschiebung des Weihnachtsfestes angedacht
“Corona macht leider auch an Weihnachten nicht halt oder Pause.” Mit diesen Worten bestätigte der bayerische Ministerpräsident Söder bei einer Pressekonferenz heute Mittag, was viele schon lange vermuteten. Das Weihnachtsfest wird in diesem Jahr anders werden, als gewohnt. Leider sei ein Rückgang der Neuinfektionen aktuell nicht zu beobachten. Deshalb müssten nun weitere Maßnahmen ergriffen werden. Aufgrund des bundesweiten Lockdown erhoffe man sich allerdings einen deutlichen Rückgang an Neuinfektionen in den nächsten Wochen. Um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern müsse “bis zur Trendwende jegliches Risiko vermiedenen werden”, so Söder. Dies bedeute im Klartext, dass “die Feier des Weihnachtsfestes in den nächsten Wochen leider nicht möglich ist.” Söder betonte jedoch, dass Bayern ein christlich geprägtes Bundesland sei, sodass man den Menschen die Feierlichkeiten nicht nehmen wolle. “Wir alle wissen, ein Weihnachten alleine, ohne die Familie, das wäre einfach nicht dasselbe”, so Söder. Um ein einsames Weihnachtsfest an Heiligabend zu verhindern, wolle man das Fest dieses Jahr am Tag des orthodoxen Weihnachtsfestes am 6. Januar feiern. “Wir sind zuversichtlich, das Infektionsgeschehen bis dahin unter Kontrolle zu haben”, bestätigt Söder. Vor allem die Kirche ist empört: “Weihnachten ist der Geburtstag von Jesus Christus. Diesen Tag kann man nicht einfach hin und her schieben wie man lustig ist”, meinte der Bamberger Erzbischof Schick.

Spektakulärer Fund: Das letzte Einhorn?
Island. Nur kurz nachdem Forscher*innen in der Antarktis potenziell eine neue Walart entdeckt haben, sorgte ein Foto auf den sozialen Medien für einen Aufschrei: “Es war ein sonniger, kühler Tag und ich war im Norden, außerhalb Reykjavíks spazieren, als ich das Einhorn entdeckte.”, erzählte Frida Askjasdottir (27) später einer lokalen Zeitung. Mit mehr als 75 Millionen Interaktionen auf der Online-Plattform Instagram knackte das Foto der isländischen Studentin nicht nur den Rekord der “most-liked Instagram posts” und bescherte ihr hunderttausende Follower, auch die Aufmerksamkeit zahlreicher Forscher*innen der Biologie wurde geweckt. Nach umfangreichen Untersuchungen auf Fälschung steht nun das schockierende Ergebnis fest: Das Foto ist echt. Nach langwierigen Suchaktionen und dem Fund von Hufspuren und Kot, veröffentlichten Forscher*innen der Fakultät für Leben und Umwelt (Universität Island) ein kurzes Statement: “Die Rückstände des Kots lassen auf eine pflanzliche Ernährung schließen. Überraschend waren große Mengen an unverdautem Menthol, diese sind auf den Verzehr verschiedener Minze-Arten, aber auch von Gartenkräutern wie Basilikum, Salbei u.a. zurückführen. […] Das Material des Horns ist eindeutig massiver und schwerer als durch die fotografische Evidenz ersichtlich wurde. Die Spuren des Tieres zeigen eine deutliche Gewichtszunahme in Kopfnähe.” Es sei allerdings noch unklar, ob es sich hierbei um das Einzelexemplar eines mutierten Islandpferdes handeln könnte oder ob mehrere Exemplare auf Island leben. Nichtsdestotrotz hat dieser Fund eine durchschlagende Wirkung: Weltweit werden weitere Fotos von potenziellen Einhörnern geteilt und die Fluggesellschaften verzeichnen einen deutlich verstärkten Verkauf von Flugtickets nach Reykjavík. Nachdem mehrere Investoren, insbesondere aus den USA, den Instituten zu Artenforschung Islands finanzielle Mittel zur Verfügung stellten, schalten sich nun verschiedenste internationale Naturschutzbünde, darunter auch NABU, PETA Deutschland und BUND, ein, um das Forschungsgeschehen aus tierrechtlicher Perspektive zu kontrollieren. Die Premierministerin Islands, Katrín Jakobsdóttir, begrüßte in einer Pressemitteilung das sorgfältig Vorgehen der Forschenden und die enge Zusammenarbeit mit Tierrechts- und Umweltschutzorganisationen. Auch wenn an mancher Stelle noch Zweifel an der Echtheit des Tiers und Fotos gezweifelt wird, steht eines klar: Dieses Ereignis prägt eine ganze Generation.

Ein Kommentar zum Lockdown
Er sitzt vor mal wieder vor dem Fernseher. Er tut es in letzter Zeit häufiger. Er sitzt einfach nur da und schaut in die Ferne. Es klingelt. Wie immer sehe ich erst warum es geklingelt hat nachdem er wieder ins Zimmer kommt. Dieses mal hat er einen Pizza-Karton in der Hand, setzt sich wieder aufs Sofa und öffnet den Pizza-Karton. Pizza Special, das gleiche wie gestern. Aufgeräumt wurde schon seit längerem nicht mehr. Er räumt immer auf wenn andere Menschen zum Besuch kommen. Er freut sich dann immer, sie trinken und lachen. Er schaut aber in letzter Zeit häufiger schlecht gelaunt aus und obwohl er mehr Zeit hier verbringt, vergisst er mich immer häufiger zu füttern. Ich verstehe das nicht. Warum wird die Laune schlecht, wenn man sich den ganzen Tag nur im Kreis dreht? Das machen wir doch alle hier. 
Ein Aquariumfisch

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